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괴테의 셰익스피어 수용과 “파우스트 I”의 세 단계 창작과정 = Goethes Shakespeare-Rezeption in drei Arbeitsphasen von “Faust I”
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2014
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171-190(20쪽)
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Goethe leistete neben Wieland, Lessing und Herder einen wichtigen Beitrag zur Shakespeare-Rezeption in Deutschland. In den deutschen Literatenkreisen der zweiten Halfte des 18. Jahrhunderts waren Shakespeare und der Faust-Stoff im Zusammenhang mit dem Bedurfnis nach nationalem Theater ein heißes Thema, wie der 17. Literaturbrief Lessings (1759) propagierte. In diesem Kontext ist Goethes Shakespeare-Rezeption zunachst anhand seiner im Jahre 1771 geschriebenen Rede “Zum Shakespeare-Tag” zu betrachten. In dieser Rede bezeichnet Goethe seine Shakespeare-Lekture als eine leibliche Erfahrung, eine Befreiung von der klassizistischen Regel der drei Einheiten. Die drei Arbeitsphasen von “Faust I” sind im von Werner Keller herausgegebenen Paralleldruck der drei Fassungen zu verfolgen. Die vorliegende Arbeit versucht, die Referenzbeziehungen zwischen Shakespeares Dramen und Goethes “Faust I” in den drei Fassungen festzustellen, sie in Hinblick auf die Figurenkonstitution und die Textstruktur zu betrachten und die Bedeutung dieser Intertextualitat zu ermitteln. Der Text von Goethes “Faust I” lasst sich demgemaß wie ein Hypertext an zahlreichen Stellen netzartig mit den Texten von Shakespeares Dramen verknupfen. Was die Figurenkonstitution in “Faust I” angeht, so hat das Gretchendrama schon in “Urfaust” seine Kontur. Gretchen ist gleichzeitig als Ophelia, Desdemona, Lady Macbeth, Helena in “Ein Sommernachtstraum” und Lessings Emilia anzusehen. Faust als Hamlet, Othello, Macbeth, Prospero, Demetrius und Lysander, die Helena folgen, und als der Prinz in “Emilia Galotti”, Mephistopheles als Ariel und Marinelli. Goethe bearbeitete im Alter von etwa 25, 40 und 50 “Urfaust”, “Faust. Ein Fragment” und “Faust I”. Auch wenn die Arbeitsphasen einen Zeitraum von uber 25 Jahren umspannen, nimmt Goethe um das 50ste Lenebsjahr herum den vor 25 Jahren geschriebenen Text fast im ursprunglichen Zustand wieder auf. Aber durch das Hinzuschreiben wird das Sinnpotenzial des Textes vervielfacht. So fungiert die 1788 in Rom konzipierte “Hexenkuche” sowohl als Prolog der folgenden Handlung wie die Hexen-Szene in “Macbeth”, als auch als Einschreiben der durch die Ereignisse der Franzosischen Revolution geanderten Weltsituation und der gereiften Einsichten Goethes in die moderne Geistesgeschichte. Hinsichtlich der Textstruktur bezieht sich “Faust I” sowohl auf “Macbeth” als auch auf “Ein Sommernachtstraum” und “Hamlet”. Wahrend “Ein Sommernachtstraum” ein tragisches Intermezzo hat, hat “Faust I” ein komisches Intermezzo, “Walpurgisnachtstraum”. Neben “Prolog im Himmel” steht vor Beginn der eigentlichen Faust-Handlung noch ein Prolog, “Vorspiel auf dem Theater”, fur dessen Vorbild der “stage prologue” des elisabethanischen Zeitalters anzusehen ist. Ein Metadiskurs uber das Theater lasst sich auch im zweiten Akt des “Hamlet” finden. Hatte Goethe wie Shakespeare die Absicht, durch Spiel im Spiel und den Metadiskurs uber das Theater die Schauspieler zu Zuschauern, die Zuschauer zu Schauspielern in einem Welttheater werden zu lassen und dadurch die Grenzen zwischen Wirklichkeit und theatralischer Phantasie zu uberschreiten? Wenn Faust ?als eine Art Kommentar, Antwort, Uberbietung, Parodie oder ahnliches“ (Gaier) zu Shakespeares Dramen zu verstehen ist, inwiefern ubertrifft Faust Shakespeares Stuck? Auf diese Frage wurde im Rahmen dieser Arbeit nicht eingegangen, da eine Antwort hier nicht moglich und auch nicht notig ist, denn sie sollte eher als Aufgabe fur die Leser von Faust aufgespart werden. Goethes bescheidenes Bekenntnis zum alten Meister: ?Im Grunde sind wir alle kollektive Wesen. [...] Denn wie Weniges haben und sind wir, das wir im reinsten Sinne unser Eigentum nennen“ (Gesprache mit Eckermann 17.02.1832) gilt auch im Fall Faust.
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